BWM Designers & Architects

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Attemsgasse / Wettbewerb
Attemsgasse / Wettbewerb
Attemsgasse / Wettbewerb

Ziel dieses Projektes war es, die Bedürfnisse aller BewohnerInnen im Planungsprozess zu berücksichtigen und ihnen gerecht zu werden. Da besonders der Alltag von berufstätigen Alleinerziehenden und Älteren sehr komplex ist, war es wichtig, hier eine nachhaltige Vernetzung über alle sozialen und städ-tebaulichen und architektonischen Ebenen zu schaffen

Die städtebauliche Gliederung findet sich horizontal wieder, die dadurch entstehenden Sockel brechen die Höhenwirkung der zum Teil 26 m hohen Gebäude und vermitteln somit einen menschlichen Maßstab. Auf den jeweiligen Sockeln entstehen Gemeinschaftsterrassen im 1. und 2.Obergeschoß für die Nachbarschaften im Inneren. Die Foyers der Häuser sind alle zweigeschoßig, einladend und wie die Stiegenhäuser natürlich belichtet. Bis in das 4. Geschoß befinden sich sogenannte Kombiräume, die als Fahrradräume, Kinderwagen-Abstellräume sowie als Treffpunkt für die Bewohner dienen. Weiters gibt es stockwerksbezogene, große Einlagerungsräume für die Smartwohnungen um dessen minimiertes Platzangebot auf diese Weise zu kompensieren.

Auf dem ersten Bauplatz folgt die Fassadengestaltung dem städtebaulichen Ansatz: Unterschiedliche Traufhöhen führen das heterogene Spiel weiter, verschiedene Fassadenmaterialen (weißer Putz, Klinker, sandfarbener Putz) und verschiedene Fensterformen bilden die architektonischen Gestaltungsmittel und unterstreichen eben dieses Konzept der Aplituden. Als gemeinsame Klammer oder roter Faden werden auch hier die einzelnen Baukörper dezent mit dem Rankgerüst überspannt.

Die nach außen gerichteten Fassaden der zweiten und dritten Bauplätze sind in einem warmen Weiß gehalten, um möglichst viel Licht in die Höfe zu reflektieren. Die mit Sandtönen gestalteten inneren Schnittflächen der Baukörper bilden warme Farbakzente, sorgen für Orientierung und betonen die räumliche Schichtung der Kubatur und die Querverbindungen der einzelnen Höfe untereinander. Die Straßenfassade des Gebäudes an der Attemsgasse erhält als zusätzliche Aufwertung eine betont zarte, vorgesetzte Stahlrahmen-Konstruktion mit Balkonen und Erkern, die gleichzeitig als Rankgerüst für eine bodengebundene Fassadenbegrünung dient. Durch dieses vertikale Grün wird der Attemsgasse die Härte genommen und leitet in das Innere des Quartiers und dessen üppige Parkgestaltung. Durch die Konstruktion der Rankgerüste kann auf Isokörbe für Balkone verzichtet werden.

Auch die Balkone der anderen Bauteile werden an dezent ausgewählten Stellen von dieser Stahl-Rahmenkonstruktion getragen, die gleichzeitig als Rankhilfe für die Begrünung durch die Bewohner dient und zum Teil bodengebunden von unten begrünt werden können. Diese Rankgerüste dienen ge-stalterisch als „roter Faden“ und schaffen ein zusätzliches verbindendes Element zwischen den Bau-körpern, ohne dabei auf die Individualität der einzelnen Baublöcke zu verzichten.
Durch die aufeinander abgestimmte Gestaltung aller Bauteile entsteht die Wirkung eines Ensembles. Die lebendige Anordnung der Kubaturen schafft ein vielfältiges Raumerlebnis.

Aufgabe
Realisierungskonzept nach dem 4-Säulen-Modell (Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie) mit innovativen Lösungsansätzen zum Thema „Gendersensibles, alltagsgerechtes Planen“ auch zur Weiterentwicklung des SMART-Wohnungskonzepts.

Status
Wettbewerb 10/2020

Auftraggeber
wohnfonds_wien

BWM Team
Markus Kaplan, Alexandra Stage, Maximilian Fasslabend, Viktoria Starzinger, Angela Molina, Marion Haider, Ferdinand Bischofter, Michele Sabini

Bildnachweis
Renderings: BWM Designers & Architects

Projektbeteiligte

Architektur
BWM Designers & Architects in Kooperation mit U.M.A. Architekten

Soziale Nachhaltigkeit und Programmierung
art phalanx Kultur und Urbanität

Landschaftsarchitektur - YEWO LANDSCAPES GmbH

Bauphysik und Brandschutz
ISP ZT GmbH

Baugruppe Kolokation
Kolokation – gemeinsam urban wohnen

Haustechnik
TB Urschler GmbH

Fachliche Vertretungen
JUNO – Zentrum für Getrennt und Alleinerziehende, SOS-Kinderdorf, Volkshilfe Wien gemeinnützige Betriebs GmbH