BWM Designers & Architects

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Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz
Stadtquartier Eibengasse BF L1 - Wettbewerb 1. Platz

BWM sind als Sieger für das Baufeld L1 im neuen Stadtquartier Eibengasse hervorgegangen. Das freifinanzierte Projekt mit 170 Einheiten verfolgt die Leitidee eines langfristig anpassbaren, ressourcenschonenden Wohnbaus, der durch Nutzungsoffenheit, geringe technische Komplexität und qualitätsvolle Freiräume eine nachhaltige Basis für vielfältige Wohnformen und gemeinschaftliches Leben schafft.

Auf dem Rund 20 ha großen Gebiet in der Donaustadt zwischen der Erzherzog-Karl-Straße im Norden und der Langobardenstraße soll ein vom Architekturbüro SUPERBLOCK und YEWO Landschaftsarchitektur geplantes Quartier mit rund 2600 Wohnungen entstehen. Das Quartier versteht sich als ein Puzzlestein im Stadtraum, berücksichtigt die vorhandenen Siedlungen, ergänzt und verbindet. Der Bauplatz L1 zeichnet sich vor allem durch seine prominente Lage am Park aus.

Nutzungsoffenheit & Freiräume.

Das Projekt unter dem Titel „Stadtkronen und Zeile“ – von Cluster bis Maisonette“ verfolgt die Leitidee eines langfristig anpassbaren, ressourcenschonenden Wohnbaus, der durch Nutzungsoffenheit, geringe technische Komplexität und qualitätsvolle Freiräume eine nachhaltige Basis für vielfältige Wohnformen und gemeinschaftliches Leben schafft. Es bietet eine große Bandbreite an Wohnungstypen – von kompakten Cluster-Wohneinheiten über durchgesteckte Wohnungen auf zwei Ebenen mit Garten bis hin zu hochwertigen Maisonetten sowie effizient geschnittenen 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen, häufig über Eck belichtet. Erdgeschosswohnungen erhalten angeböschte Vorgärten, Schlafräume sind um 80 cm erhöht angeordnet bzw. alternativ im 1. Obergeschoss.
Ein „Point of Interest“ an der Adressader ist als gewerblicher Standort vorgesehen – etwa für ein Fahrradcafé mit Reparatur und Verkauf. Die Flächen werden in kleinere, flexibel vermietbare Shop-Sharing-Einheiten gegliedert.

Gestalterische Klammer.

Architektonisch nutzen die Baukörper Balkone und Loggien zur Schaffung umlaufender privater Freiräume; diese unterstützen zugleich den Brandschutz und ermöglichen raumhohe Fenster. Die vier Gebäude unterscheiden sich in Fassadengestaltung und Farbgebung, verbunden durch wiederkehrende Elemente wie identische Fenstertypen, Gesimse, außenliegenden roten Sonnenschutz und Holzbauteile. Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade ist in Erdfarben grob verputzt geplant; die höchste „Stadtkrone“ setzt einen vertikalen Akzent im rötlichen Ton und wird durch Sonnenschutzelemente, ein feines Netz (Absturzsicherung und Rankhilfe) sowie einen nach oben heller werdenden „Schleier“ charakterisiert. Vorgaben zur Fassadenbegrünung werden über Pflanztröge erfüllt.

Effiziente Erschließung.

Die Erschließung erfolgt von Norden über den Park und entlang der Adressader. Ein zweigeschossiges Foyer bildet das Zentrum, mit Blickbeziehungen zur Lobby im 1. Obergeschoss, die die drei Türme verbindet; alle Stiegenhäuser der drei Türme sind zum Innenhof orientiert und machen die Bewegung nach außen ablesbar.

Materialreduziert und nutzungsoffen.

Das Tragwerks- und Konstruktionskonzept folgt dem Prinzip getrennt langlebiger Bauteilschichten („Shearing Layers of Change“): materialeffizientes Skeletttragwerk mit reduzierter Stahlbetonkonstruktion, Aussteifung über Kern und wenige Schubwände, Lastabtragung über Stützen und ein offenes Raster ohne tragende Innenwände. Flache Stahlbetondecken dienen auch als thermische Speichermasse (Low-Tech). Die Gebäudehülle ist als nichttragende, serielle Holzriegelwand-Elementfassade konzipiert, trocken montierbar und rückbaubar, mit je nach Brandschutz variierbaren Schichtaufbauten. Durch offene Struktur und modulare Fassade ist langfristige Anpassbarkeit vorgesehen.

Belebter Grätzlplatz.

Im Freiraum entstehen drei Orte mit eigenen Atmosphären: ein belebter Grätzlplatz als Erweiterung des öffentlichen Raums mit urbanem Spiel und aktivierten EG-Zonen, eine gemeinschaftliche Mitte mit Kleinkinderspielbereich und Gemeinschaftsterrasse sowie ein ruhiger, intensiv durchgrünter Wohnhof mit Hügellandschaft, naturnahen Spielelementen und Pflanzrahmen zur Privatsphäre und als Lebensraum. Ergänzend sind naturnah gestaltete Dachgärten zum Gärtnern, für Entspannung oder Yoga vorgesehen.

Aufgabe
Wettbewerb für das Stadtquartier Eibengasse Bauffeld L1, freifinanzierter Wiener Wohnbau mit 170 Wohnungen

Status
Wettbewerb 01/2026

Auftraggeber
immo 360grad/ÖSW AG

BWM Team
Markus Kaplan, Alexandra Stage, Han-Kyol Kim, Luka Rados, Fiona Kastner, Maxime Lorenzoni, Yildiz Tavacioglu, Paul Gaunersdorfer

Bildnachweis
Renderings und Pläne: BWM Designers & Architects

Projektbeteiligte

Projektpartner
Gerhard Gölles

Landschaftsplanung
Carla Lo Landschaftsarchitektur

Statik
Zotter Litschauer ZT GmbH