Niederösterreichische Landesausstellung 2028 Gmünd, Palmenhaus
Ein Palmenhaus im nördlichen Waldviertel.
BWM sind nach Gewinn des zwei-stufigen Verhandlungsverfahrens für Sanierung und Zubau des Palmenhauses im Schlosspark Gmünd für die niederösterreichische Landesausstellung 2028 zuständig.
Im Schlosspark der Stadt Gmünd, durch den die Staatsgrenze zu Tschechien verläuft, überrascht ein Palmenhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieses Palmenhaus wird Dreh- und Angelpunkt der NÖ-Landesausstellung im Jahr 2028 sein. Dazu wird das ca 260 m2 große, denkmalgeschützte Gebäude saniert und um einen ca. 820 m2 großen Zubau erweitert. Das neue Palmenhaus-Ensemble wird nach der Landesausstellung als vielseitiger Veranstaltungsraum der Stadt Gmünd dienen. Die einzigartige Identität dieses Ortes wird zeitgenössisch weitererzählt: Das alte Palmenhaus ist das neue Palmenhaus!
Der Erweiterungsbau von BWM Designers & Architects folgt der Idee, die positiven Assoziationen eines Palmenhauses auch für den Neubau zu aktivieren: Das nach Süden orientierte historische Palmenhaus erhält nach Norden hin eine rhythmisch in mehrere Bögen aufgeteilte skulpturale Architektur, die an ein zeitgenössisches Gewächshaus denken lässt. Die wellenartige Form rhythmisiert und gliedert das Volumen, öffnet das Gebäude zum attraktiven Grünraum des Schlossparks und umspielt das historische Palmenhaus.
Die einzigartige Identität dieses Ortes wird zeitgenössisch weitererzählt: Das alte Palmenhaus ist das neue Palmenhaus!Johann Moser
Ein Palmenhaus mit zwei Gesichtern.
Der klassizistische Bestandsbau hat seine seitlichen Glashäuser im Laufe der Geschichte verloren. Den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes entsprechend, werden die neuen seitlichen Anbauten dem historischen Erscheinungsbild der vormaligen Glashäuser nachgebildet. Somit erschließt sich den Besuchern von Süden her ein historisiertes Bild.Kommt man jedoch vom Stadtplatz durch den Schlosspark vom Norden auf das Palmenhaus zu, wird sich ein gänzlich neuer Anblick bieten: keine verschlossene, abweisende Rückseite wie zuvor, sondern eine spektakuläre Gebäudeskulptur, die neugierig macht und durch ihre einladende Tribüne zum Park hin mit dem öffentlichen Grünraum aktiv kommuniziert.
Aufgabe
Sanierung und Zubau des Palmenhauses im Schlosspark Gmünd für die niederösterreichische Landesausstellung 2028 nach Gewinn des zwei-stufigen Verhandlungsverfahrens
Datum
04/2028
Auftraggeber
Stadtgemeinde Gmünd
BWM Team
Johann Moser, Gerhard Girsch, Daniel Civegna, Florian Pfeifer, Clemens-Veit Hörl, Paul Gaunersdorfer, Han-Kyol Kim, Zhaofeng Chen
Bildnachweis
BWM Designers & Architects/Martin Perktold
Projektbeteiligte
Finanzierung durch das Land Niederösterreich
Fachliche Begleitung durch das Bundesdenkmalamt
Statik
werkraum Ingenieure ZT GmbH
Brandschutz
Norbert Rabl Ziviltechniker GmbH
ÖBA
Edelmüller Architektur Management ZT GmbH
Bauphysik
Obkircher Plus
Lichtplanung
Pokorny Lichtarchitktur
Landschaftsplanung
DnD Landschaftsplanung ZT KG
Küchenplanung
Stölner GmbH